4. Tag 2018/03/16

Der Tag der Regenbogen 🌈 

Heutiges Wetter: 9 Grad, sonnig ☀️ also meistens
Motto des Tages: Carpe diem
Ziel: der Sonne hinterher

Heute zeigte sich Island von seiner bezaubernden Seite, mit traumhaft blauem Himmel und ☀️ , also zumindest eine ganze Weile.
Es war wettertechnisch so ziemlich der schönste Tag bisher.
Wir freuten uns wie die Königinnen, nur dass wir keine Krönung dafür brauchen 😊
Die Sonne taucht alles gleich in ein ganz anders Licht und wir beschlossen noch einmal an der Südküste entlang zu fahren.

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Der Skógafoss lud uns zuerst ein, ihn zu bestaunen.
Der Name Skógkapafoss bedeutet „Waldwasserfall“ und geht auf eine Zeit zurück, wo dieser Landesteil noch mit Wald bedeckt war, also kurz nach der Landnahme 800 bis 900 n.Ch. Der Skógafoss stürzt – wie auch der Seljalandsfoss, den wir gestern gesehen haben, von einer Klippe herab, die einstmals die natürliche Küstenlinie Islands war. Die gesamte Insel hat sich am Ende der letzten großen Eiszeit soweit angehoben, dass eine Steilküste in der heutigen Höhe entstand. Der Skógafoss stürzt über mehr als 60 Meter in einem gewaltigen, 25 Meter breiten Wasservorhang hinab. Einfach beeindruckend…
Ein bisschen Bewegung bei den vielen Autofahrten schadet ja auch nicht, somit erklommen wir die „paar wenigen“ Stufen (420) hinauf zur Kante.
Erfreulich zu merken, das auch das Umfeld mächtig ins Schnaufen gerät.. 😉
Belohnt wird man mit einem tollen Blick.

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Als wir weiter fahren wollten, sprachen wir noch über den Müll, der auch hier immer und überall arglos in der Natur entsorgt wird, was sich diese Menschen dabei denken ist uns schleierhaft 🤔 kein Wunder, dass manch Isländer inzwischen ziemlich angefressen ist… 😒
Und da plötzlich sah ich etwas Buntes im Gras, wir hielten an und da lag tatsächlich ein frischer Brautstrauß völlig brautlos herum… wollen wir mal hoffen, dass die Hochzeit glücklich verlaufen ist und der Strauß nur von einer heiratsunwilligen Brautstraußfängerin sanft abgelegt wurde, mangels eigener Heiratslust. 😉

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Am Sólheimajökull konnten wir einfach nicht vorbei. Aus der Ferne sahen wir sie schon, die Gletscherzunge des Mýrdalsjökulls.
Also Blinker gesetzt und hin da. 😊
Der Gletscher ist etwa zehn Kilometer lang und liegt kaum 7 Kilometer östlich von Skógar.
So nah hier zu stehen und zu wissen, dass diese Naturschönheiten von Jahr zu Jahr immer kleiner werden, ist beeindruckend und traurig zugleich.
Die Farben, die man hier sieht sind einfach nur schön. Natürlich wieder umrandet vom schwarzen Lavasand und ein paar Regenbögen gab es auch hier on top.

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Zurück zum Auto und weiter ging es die Küste entlang Richtung Vik.
Wir wollten uns an den so bekannten schwarzen Stränden umsehen.
Hier trifft der Atlantik mit all seiner Kraft auf die Küste. Das Wetter hatte sich inzwischen auch wieder verändert. Es war grau und regnerisch, zwischendurch aber auch trocknen und mit seeeehr windigen Momenten und somit prallten die Wellen meterhoch und mit lautem Knall an die Küste und deren Felsen.

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Wenn die Sonne sich nochmal gezeigt hätte, hätten diese Bilder sicher noch intensiver gewirkt. Dennoch war es ein Genuss, einfach hier zu stehen und die Elemente zu spüren.
Nach dem heutige Tag kann ich sagen, dass wirklich jeder Aufstieg und jede Auffahrt mit traumhaften Ausblicken belohnt wird.
Also: nie lange nachdenken, einfach machen!

Unseren heutigen Schlusspunkt setzten wir am Kap Dyrhólaey – die „Türhügelinsel“ dem südlichsten Punkt Islands. Hier kann man das so bekannte Felsentor bestaunen, welches bei guter Sicht sogar von den Westmännerinseln aus gesehen werden kann, so sagt man.


Von hier aus kann man noch ein Stück weiter nach oben zum Leuchtturm fahren, das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen! Der Blick über den schwarzen Strand hinweg hinaus auf den Ozean ist einfach wunderschön 😊 selbst die Wolken konnten den Sonnenuntergang nicht ganz verbergen. 🌄 Auch Nichtromantiker werden sich dem nicht entziehen können. 😊
Allerdings war es hier oben auch so stürmisch, wie bisher noch nie auf dieser Insel (also für uns). Wir wurden ordentlich durchgerüttelt und die Hobbyfotografen, die hinter der Absperrung mit Ihren Stativen direkt an der Klippe standen, ließen uns erschaudern… verrrückt!

 

Wir haben heute eine leise Ahnung davon bekommen, wie es einem wohl im Sommer geht. Denn die Orte und kleinen Ecken, an denen man vorbeifährt, aussteigt und sich am liebsten alles anschauen möchte, nehmen schier kein Ende…

Erschwerend kommt an der Stelle dazu, dass wir beide nicht die minutiös Durchgeplanten, sondern eher die „wir schlagen eine Richtung mit Ziel ein und halten dann doch spontan ganz wo anders Typen“ sind. 😉

Doch im Winter ist es nunmal leider irgendwann dunkel und mein favorisiertes Flugzeugwrack am Strand von Reynisdrangar haben wir leider nicht mehr geschafft. Schon mal mindestens ein Grund irgendwann noch einmal zurück auf dieses schöne, geheimnisvolle Island zu kommen.

Eine kleine Abschlussherausforderung gab es dann doch noch, denn so „ganz plötzlich“ sollten wir jetzt am besten ganz bald mal tanken… 👀
Eigentlich kein Thema, nur wie das so ist, WENN man dann eine braucht… tja, dann dauert es gern ein paar KM länger..

Am Ende des Tages kehrten wir glücklich und mit mit frischem Wind in den Harren zurück.💨💁‍♀️

Fazit des Tages (heute sind es ein paar mehr): warte einfach zwei Minuten, dann sieht’s schon wieder ganz anders aus, du stehst unter einem Regenbogen und kannst ihn suchen, den Pott mit Gold und Glück (musst halt nur schnell genug sein oder hoffen, dass ein Elf dir zur Seite steht) und: vergiss nicht rechtzeitig zu Tanken 😉

Autor: biaunterwegs

Hallo, vor einigen Jahren habe ich das Reisen entdeckt und dies hier ist mein erster, sehr spontaner Blog–Versuch. Ich hoffe, ihr habt ein wenig Spaß am Lesen. 😊

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