Day 18 noch mal ausgiebig durch den lake District 20190603

Wetter: weiter windig aber trocken 

Kilometerstand: 5745

Was für eine Nacht!! 
Ich bin sogar auf die großen Heringe umgestiegen! Das könnte man schon locker als kleinen Sturm bezeichnen. Meine Sorge, dass hoffentlich alles hält war natürlich unbegründet. Ich war sicher und gemütlich in meinem Zelt. Trotzdem war’s sehr unruhig muss ich gestehen; so richtig dunkel wurde es irgendwie auch nicht…

Der Aufbau bei Wind ist das eine: aber nun kommt der Abbau!!
Mal überlegen.. was zuerst.. welche Heringe zur Sicherung drin lassen, damit mir das Teil nicht wegfliegt.🤔

Die Lösung am Ende: sich vom Pack-Perfektionismus verabschieden und bloß nicht daran denken, dass vielleicht irgendwer belustigt zuschaut.
Ausserdem hab ich das Teil noch nie so TROCKEN eingepackt! 😃

So ein Wind hat also definitiv auch Vorteile 😉

Ich fahre direkt ans Wasser. Ich LIEBE die Küste einfach, auch die irische See, die sich heute etwas aufgewühlt präsentiert.

Kreuz und quer durchstreifen wir den District. Die supertollen Straßen, die ich zu Anfang mit Richard gefahren bin, habe ich zwar nicht mehr gefunden, dafür eine Meeeeenge Sackgassen. 🙈 manchmal gibt es auch Schilder, die da sagen, man solle nicht nach Naviangaben hier weiterfahren… nun: die sollte man vielleicht beherzigen😉

Und immer, wenn man wieder einmal lost ist, wird sofort vom in der Nachbarschaft arbeitenden Gärtner gefragt, ob alles okay sei und ob man helfen könne. 🤩 so kommt man sich nie komplett verloren vor.

Ich bin wieder auf einer Mini Single Road unterwegs, da kommt endlich die Situation, auf die ich schon die ganze Zeit „gewartet“ habe. Mir kommt ein großer Camper entgegen und ich stehe bereits schon halb im Buschgraben, da will die Fahrerin tatsächlich diskutieren??? Ich werde mein Moppet sicher nich 100 Meter zurückschieben?? Geht’s noch?? 

Sie meint noch. Na wenn du dich jetzt nicht bewegst, dann komm ich vorbei und schlägt das Lenkrad am Ende wohl doch zu früh ein und touchiert mich leicht.

Passiert ist nichts, aber ich war in dem Moment heilfroh keine Koffer an der Schönen zu haben!!! 

In Kendal gönne ich mir noch nen kleinen Snack. Ich parke das Motorrad direkt gegenüber. Da standen vor zwei Wochen auch schon viele Pkws, doch jetzt kommt ein Bus daher, dessen Fahrer not really amused mit dem Kopf schüttelt. Okay. Den hab ich mir wohl nicht zum Freund gemacht.. ups..😳.

Keine 5 min später ist aber tatsächlich auch fast alles voll geparkt mit Autos. Also so ganz verkehrt war ich wohl nicht. 

Zwei Mädels sprechen mich in der Zeit an. Die eine fährt nächsten Sommer nach Europa auch mit dem Motorrad und die andere ist ganz begeistert, weil sie gerade dabei ist ihren Schein zu machen und genau wie ich einfach durch fremde Länder fahren möchte.  😎

Das Wetter ist top und ich fahre den ersten Campsite an. Hier wollen sie stolze 19£!! 
Mit einer Campingkarte, die man wohl irgendwo erwerben kann, erhält man bei vielen einen diskount, der hier ganze 8 £ ausmachen würde.. die hab ich aber nicht. Man komplementiert mich allerdings wirklich SEHR nett zu einem anderen ganz in der Nähe.  

Adresse eingeben und wieder mal in einer waldigen Sackgasse gelandet 🙈 ist heute wirklich mein Tag des ständigen Richtungswechsels.😅

Auf dem richtigen Weg findet sich der Wettbewerber recht schnell und ich werde sehr nett von Besitzerin, deren Hund und scheinbar Sohn begrüsst. Letzterer zeigt mir kurz die Anlage und ich hab wieder die freie Auswahl. Bin ich doch erneut alleine mit dem Zelt da.

Ich suche mir DEN Platz aus.
Also den mit offenbar den meisten Steinen im Boden… jeden Tag eine neue kleine Herausforderung. Nun gut, dann müssen eben die großen Heringe wieder her. Aber auch für die muss ich mir an der Rezeption den Hammer leihen.
Der wird mir mit den Worten „Good luck“ überreicht. 
Ja na toll. Bis eben war er mir noch sympatisch. 🙄
Am Ende bringt mich das Teil auch nicht viel weiter.. aber gut.. ich bin mal positiv: wird schon stehen bleiben das Zelt und der Sturm ist ja schließlich auch rum. 

Irgendwann taucht Bruce aus London, Mexiko und überall her auf der Bildfläche auf… auch er ist zum Zelten hier und läd mich zu einer Suppe ein, die er gerne mit mir teilen mag.. wie nett..
So kommt man auch zu was 😉 ich hab nur mein Bierchen und Kekse im Angebot…

Aber es geht wohl auch mehr um die Gesellschaft und ein bisschen zu Plaudern. Er kommt mir wie ein weit gereister Lebens-Künstler vor, der wahrscheinlich unzählige Geschichten aus nahezu der ganzen Welt zu erzählen hat.

Es wird ein netter und vor allem trockner Abend. 

Autor: biaunterwegs

Hallo, vor einigen Jahren habe ich das Reisen entdeckt und dies hier ist mein erster, sehr spontaner Blog–Versuch. Ich hoffe, ihr habt ein wenig Spaß am Lesen. 😊

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s