11. Tag 2018/03/23

Heutiges Wetter: Schnee, glatte Straßen und klarer Sternenhimmel
Motto des Tages: ich komme wieder
Ziel: heute ein trauriges, es heißt Abschied nehmen

F5AD189B-4913-47C5-B53A-CDFC0DD00CE4Nachdem gestern Abend noch fix der Koffer gepackt wurde, war noch Zeit für zwei Stunden Schlaf.
Beim Wecker hab ich wohl den Supersoftweckmelodiemodus erwischt. Gehört hab ich ihn jedenfalls nicht. Wie gut, dass Silli ihren auch gestellt hatte. Als ich das erste mal auf die Uhr schaute, bekam ich nen Schreck. Was, schon kurz vor 2 Uhr?!? Ich dachte eigentlich, dass wir JETZT im Auto sitzen.
Ich sah den eingeplanten Zeitpuffer schwinden und wurde etwas nervös, denn im Westen gab es gestern Abend schon eine Schneesturmwarnung! Wenn die sich ihren Weg zu uns bahnt, dann wird’s spannend. Freunde von uns sind bei ihrer Reise im Februar letzten Jahres tatsächlich am Abreisetag beinahe eingeschneit worden!

Also schnell die letzten Sachen verstaut, Lunchpakete gepackt und los.
Weg aus der ursprünglich ersten Hafenstadt Islands, von der aus der nächste südliche Landstop an der Südpolküste 9525 km weit weg ist und weitere wenige KM on top wäre man am offiziellen Südpol (10.632 km).

Tja, was soll ich sagen, Island gibt sich wirklich noch mal Mühe uns zu beeindrucken.
Während der Fahrt zum Flughafen erhalten wir einen Hauch davon, wie es im „echten Winter“ hier sein kann.
Vor der ersten Rechtsabbiegung fühlte es sich beim Abbremsen schon komisch an, um die Kurve rum kamen wir dann völlig unerwartet ins Schlingern. Nach erstem kurzen Schreck die Erkenntnis: es hat bis hierher geschneit, das Thermometer zeigt 0 bis minus 1 Grad und es ist teilweise ganz schön glatt! Also runter vom Gas.
Es war stockfinster und der Himmel sternenklar, dazu die weiß gezuckterte Straße, hin und wieder ein beleuchtetes Häuschen versteckt in den Hängen. Eine superschöne Atmosphäre. Immer noch hoffe ich auf Aurora.. doch sie mag sich mir auch diesmal nicht zeigen.😕

Mit all diesen Eindrücken, Farben, Gerüchen –okay, die sind manchmal nicht ganz so dolle– ist es wieder einmal einer der Urlaube, die mich sehr traurig machen, dass sie vorbei sind. Gefühlt komme ich gerade erst an, würde gerne noch viel mehr sehen, tiefer in dieses bezaubernde Land und die Kultur eintauchen. Ach, einfach noch bleiben!

Doch es bricht kein Vulkan aus, der Schneesturm ist auch einfach zu weit weg und so kommen wir irgendwann am Flughafen an und geben unseren Leihwagen nach am Ende dann doch 2800 gefahrenen Kilometern zurück. Der wird nur grob von außen geprüft. Wir hatten schon die Befürchtung, dass sie alles supergenau mit Unterbodencheck durchführen.

Silli ging noch zum Taxfree–Stand um sich die Steuer wieder zurückzuholen. Das geht nämlich, wenn man ab einem bestimmten Betrag einkauft und sich vom Laden einen entsprechenden Beleg ausstellen lässt. Diesen reicht man mit ein paar persönlichen Daten ein und erhält problemlos die Steuer zurückerstattet. Also: achtet darauf, wenn ihr hier seid.

Wenig später sitzen wir im Flieger und starten pünktlich um 6:00 Uhr morgens mit der WOW–Crew zurück nach Deutschland.

Eins ist sicher: ich komme wieder, keine Frage.

Autor: biaunterwegs

Hallo, vor einigen Jahren habe ich das Reisen entdeckt und dies hier ist mein erster, sehr spontaner Blog–Versuch. Ich hoffe, ihr habt ein wenig Spaß am Lesen. 😊

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